Jugend und Medien

Kinder wachsen heutzutage in einer zunehmend digitalisierten Welt auf. Das birgt Chancen, aber auch Gefahren. UPC möchte einerseits Kunden auf die Gefahren von illegalem, respektive kinder- und jugendgefährdendem Material aufmerksam machen, anderseits sollen insbesondere Eltern und Lehrpersonen unterstützt werden, Kinder vor ungeeigneten Inhalten altersentsprechend zu schützen. Eltern sollten aufmerksam verfolgen, womit sich ihre Kinder beschäftigen und sie bei allen Schritten in der digitalen Welt begleiten. Nachfolgend erfahren Sie wichtige Hilfsmassnahmen und erhalten Tipps, wo sie Informationen zum Jugendmedienschutz abrufen können.

Jetzt aktuell:

UPC trägt als eines der erstunterzeichnenden Unternehmen die Neue Brancheninitiative Jugendmedienschutz der asut mit. Der Initiativtext ist unter www.asut.ch einsehbar.

UPC

Safer Internet Day

UPC möchte Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrpersonen beim sicheren Umgang ihrer Kinder mit Online-Technologien Unterstützung bieten. Deshalb engagieren wir uns am Safer Internet Day mit Aktivitäten zum Thema Jugendmedienschutz. Anlässlich des diesjährigen Safer Internet Day lancieren wir eine hilfreiche Broschüre. Darin sind neben Tipps wie Eltern die Medienkompetenz ihrer Kinder fördern können auch Informationen enthalten, wie Produkte von UPC kindersicher eingestellt werden können. Viele Links bieten zusätzlich die Möglichkeit, weitere Informationen zum Thema Jugendmedienschutz abzurufen. Die Broschüre kann kostenlos heruntergeladen werden.

Tipps zum Schutz von Jugendlichen und Kindern

Kinder und TV
UPC

Bewusst fernsehen

Welche Auswirkung hat Fernsehen auf Ihr Kind?

Fernsehen spielt im Leben von Kindern eine grosse Rolle. Verschiedene Studien und Untersuchungen allerdings raten Eltern, den Fernsehkonsum ihrer Kinder zu minimieren. Wussten Sie, dass Eltern von Kindern unter zwei Jahren häufig geraten wird, ihr Kind überhaupt nicht fernsehen zu lassen?


Allerdings ist ein Verbot nicht immer der einzig richtige Weg, sondern überlegen Sie sich, welche Rolle das Fernsehen in der allgemeinen Entwicklung Ihres Kindes spielen soll.


Mit den Tipps und Ratschlägen auf diesen Seiten hoffen wir, dass Sie sich ein Bild von den Auswirkungen des Fernsehens auf kleine Kinder machen können und, dass Sie erkennen, wie das Fernsehen positiv zur weiteren Entwicklung Ihres Kindes beitragen kann.

 

Fernsehen kann im Leben junger Kinder eine notwendige Rolle spielen. Obwohl manche Medienforscher und Kinderärzte Eltern empfehlen, die Zeit, die ihre Kinder mit Fernsehen verbringen, zu minimieren - sie empfehlen kein TV für Kinder unter zwei Jahren -, so kann es doch sinnvoller sein, sich darüber Gedanken zu machen, inwieweit Fernsehen für die Gesamtentwicklung Ihres Kindes geeignet oder nicht geeignet ist.

Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Fernsehen eine aktive Erfahrung, statt einer passiven sein kann. Wiederholen Sie Wörter oder Sätze, die Sie während einer Sendung hören, fordern Sie Ihr Kind dazu auf, mit den Charakteren zu tanzen und zu singen, oder sprechen Sie mit ihm über das, was es sieht und hört.

7 Wege, Fernsehgewohnheiten zu gestalten:

1) Seien Sie wählerisch mit den Fernsehsendungen, die Sie mit Ihrem Kind ansehen

Lesen Sie Onlinerezensionen, oder informieren Sie sich in den Printmedien darüber, welche Fernsehsendungen für das Alter und den Entwicklungsstand Ihres Kindes geeignet sind. Statt auf gut Glück zu versuchen, etwas Passendes zu finden, halten Sie aufgezeichnete Sendungen und passende Videos, die Kindern gefallen, pädagogisch wertvoll sind und die Fantasie anregen bereit. Schalten Sie den Fernseher aus, wenn die ausgewählte Sendung vorbei ist.

2) Schauen Sie mit, wenn Ihr Kind fernsieht

Kleinkinder imitieren oft, was sie im Fernsehen sehen und hören. Stellen Sie Ihrem Kind Fragen, die es ermutigen, eigene Dialoge zu erfinden oder die Handlung abzuwandeln. So können Sie ein Gespräch über das Fernsehen beginnen: Was passierte zu Beginn des Films? Welcher Charakter wärst du gern? Wenn du dir eine neue Geschichte mit den gleichen Charakteren ausdenken könntest, wie würde deine Geschichte enden?

3) Vermeiden Sie, dass Fernsehen die Zeit mit der Familie und das aktive Spielen ersetzt

Begrenzen Sie die Fernsehzeit Ihres Kindes. Damit stellen Sie sicher, dass es ungestört Zeit mit Ihnen verbringen, mit seinen Freunden spielen oder die Umgebung erkunden kann. Nutzen Sie die musikalischen Aspekte einer Sendung oder die körperlichen Eigenschaften eines Charakters, um Ihr Kind zum Tanzen, Springen und Klatschen zu ermutigen, statt nur still dazusitzen und zuzusehen.

4) Nutzen Sie Fernsehsendungen und Videos, um die Fähigkeit des Zuhörens zu erhöhen

Machen Sie Fernsehen zu einem Hörspiel: Bitten Sie Ihr Kind, sich vom Fernseher wegzudrehen, während sie gemeinsam eine vertraute Sendung oder einen Film ansehen. Wenn ein vertrauter Charakter anfängt zu sprechen oder zu singen, bitten Sie Ihr Kind ihn nur durchs Zuhören zu identifizieren.

5) Vermeiden Sie Sendungen, in denen Charaktere gezeigt werden, die Konflikte durch Gewalt lösen

Wenn Ihr Kind sieht, dass ein Charakter ein Problem durch Schlagen, Treten oder Beissen löst, weisen Sie darauf hin, dass man so was nicht tut. Schlagen Sie alternative Handlungsweisen vor: «Statt seine Schwester zu schlagen, hätte dieser Junge sie auch bitten können, dass sie aufhört ihn zu ärgern».

6) Machen Sie deutlich, dass Zeichentrickfiguren Dinge tun, die Menschen nicht können

Wenn Ihr Kind Dinge imitiert, die ein Charakter im Fernsehen macht, sollten Sie es daran erinnern: Selbst wenn Zeichentrickfiguren nach Unfällen einfach aufstehen und weggehen, kann es richtig weh tun, von einer Schaukel zu springen.

Wenn eine Sendung oder ein Film Ihrem Kind Angst macht, beruhigen Sie es mit einem Kuscheltier, einer Umarmung oder etwas zu trinken. Körperliche Zuwendung tröstet oft mehr als beruhigende Worte.

Im Alter von sechs oder sieben Jahren fangen Kinder an zu verstehen, dass Menschen unterschiedliche Meinungen haben. Mit etwa acht oder neun Jahren beginnen sie zu entdecken, dass Menschen ein «Innenleben» haben - das heisst, eine Person kann zwar das eine denken, aber etwas anderes tun. Beide Entwicklungen ermöglichen Ihrem Kind, dem Fernsehen - und anderen Formen des Geschichtenerzählens - auf eine neue Art zu begegnen.

Statt sich einfach berieseln zu lassen, kann Ihr Kind aktiv fernsehen. Wie? Indem es lernt über das, was es sieht und hört, Fragen zu stellen. Selbst wenn Sie nicht auf alles eine Antwort wissen, denken Sie laut, und sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Sendung, die sie sich gemeinsam ansehen. So zeigen Sie Ihrem Kind, dass Fernsehsendungen nicht immer einseitig sein müssen. Jede Sendung ist in Wirklichkeit das Ergebnis einer Vielzahl von Entscheidungen, die Menschen bei der Produktion getroffen haben.

8 Wege, Ihrem Kind aktives Fernsehen beizubringen

1) Stellen Sie Ihrem Kind Fragen zu dem, was es im Fernsehen sieht und hört

Nutzen Sie die Kontrolle, die Ihnen ein Videorekorder ermöglicht. Oder nutzen Sie Werbepausen, um nach dem «Warum» und «Wie» zu fragen, statt Ja- oder Nein-Fragen zu stellen: Ich frage mich, warum der Drehbuchautor wollte, dass der Schauspieler das sagt? Ist dir aufgefallen, dass die schaurige Musik gerade dann einsetzte?
 

2) Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, warum es bestimmte Charaktere mag

Ihr Kind wird vielleicht nach Vorbildern suchen. Wenn Sie Ihr Kind nicht fragen, was es mutig, bewundernswert oder schlau findet, werden Sie nicht erfahren, warum es bestimmte Charaktere anziehend findet. Wen kennen wir, der das so macht? Ist dieser Charakter wirklich bewundernswert, oder sieht er nur cool aus?
 

3) Ermuntern Sie Ihr Kind dazu, selbst Bilder zu kreieren

Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, dass alle Bilder - im TV, auf Websites oder auf Bussen - von Menschen geschaffen werden. Schliessen Sie den Kreis, indem Sie ihm erklären, dass es auch selbst Bilder erzeugen kann. Lassen Sie es Fotos machen, malen, zeichnen oder kritzeln - alles was es dazu anspornt, Geschichten mit Bildern aus der eigenen Fantasie zu erzählen. Bewahren Sie Bleistifte, Buntstifte und andere Zeichenutensilien in der Nähe auf, so dass Ihr Kind Ideen, die während dem Fernsehen entstehen, ausdrücken kann. Dies ist der erste Schritt, Ihrem Kind zu helfen, den Wert bildender Kunst hautnah zu erleben.
 

4) Lassen Sie Ihr Kind einen Blick hinter die Kulissen von Filmen oder Fernsehproduktionen werfen

Ihr Kind wird vielleicht nicht wissen, wie Regisseure Kameraeinstellungen, digitale Animationen, Stuntleute, Miniaturmodelle, Make-Up, Kostüme und andere Mittel einsetzen, um eine fiktive Geschichte zu schaffen. Sprechen Sie mit ihm über diese Elemente. Fragen Sie sich laut, wie verschiedene Sendungen gemacht wurden.
 

5) Helfen Sie Ihrem Kind, Aktivitäten zum Ausgleich zu finden - auch körperliche

Bringen Sie Ihrem Kind bei, Fernsehsendungen vorher auszuwählen, statt nur herumzuzappen. (Versuchen Sie, das Gleiche zu tun!) Versuchen Sie, Ihr Kind für länger dauernde Projekte zu begeistern - eine Sammlung, ein Puzzle, ein Sammelalbum -, auf das es zurückgreifen kann, wenn Langeweile aufkommt. Sollte für das Projekt ein Tisch oder ein spezielles Regal, um das Material unterzubringen nötig sein, schaffen Sie Platz an einem Ort, an dem Ihr Kind ungestört ist.
 

6) Gewöhnen Sie Ihr Kind an den Klang des Fernsehers

Stellen Sie Ihrem Kind Fragen wie: Welche Musik wird gespielt - und wann? Wie unterscheiden sich die Stimmen der verschiedenen Charaktere? Wie wird Stille eingesetzt? (Mögliche Antworten wären unter anderem: um Spannung aufzubauen; um zu zeigen, dass jemand taub ist; um die Stimmung zu ändern.)
 

7) Machen Sie «genaues Hinsehen» zu einem Spiel

Finden Sie heraus, wie viele Stimmen oder Akzente, wie viele Kleiderarten, oder wie viele Orte Sie und Ihr Kind bestimmen können. Dies ist auch eine gute Möglichkeit, sich über Klischees zu unterhalten; wer wird im Fernsehen dargestellt? Wer fehlt?
 

8) Vermeiden Sie Sendungen, in denen Charaktere Probleme durch Anwendung von Gewalt lösen

Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, wenn ein Charakter sich durch Schlagen, Treten oder Beissen von Problemen befreien will. Fragen Sie es nach anderen Wegen der Konfliktlösung, wie Verhandeln oder Diskutieren. Erklären Sie, dass Gewalt sehr wohl Folgen hat, diese aber selten in Zeichentrickfilmen gezeigt werden.
 

Wenn es um das Fernsehen geht, ist die nützlichste Fähigkeit, die Sie Ihrem Kind in diesem Alter vermitteln können, etwas in Frage zu stellen. Machen Sie ihm klar, dass alle Fernsehsendungen von Menschen geschaffen werden, damit es das, was sich auf dem Bildschirm abspielt, nicht als objektive Wahrheit sieht. Werbemacher bedienen sich TV-Serien, weil das den Absatz eines Produkts steigert.

Regisseure entscheiden sich für ein bestimmtes Drehbuch, um eine fesselnde Geschichte zu erzählen. Und Produzenten können den Bildschnitt beeinflussen, um ein grösseres Publikum zu erreichen und wirtschaftlich erfolgreich zu sein.


Je mehr Sie Ihr Kind ermutigen zu fragen, wie, warum und zu welchem Zweck eine Sendung produziert wurde, desto grösser wird sein Verständnis für TV-Formate.

8 Wege, Ihrem Kind aktives Fernsehen beizubringen

1) Helfen Sie Ihrem Kind ein kritisches Bewusstsein für das, was es im Fernsehen sieht, zu entwickeln

Beginnen Sie eine Unterhaltung, indem Sie Ihr Kind nach seinen Gefühlen fragen («Würdest du gerne dieser Charakter sein?»), ob es denkt, die Sendung spiegle sein Leben wider («Kennst du jemanden, der so aussieht oder sich so benimmt?») oder wie viel er über TV-Produktion weiss («Glaubst du, das war der Schauspieler oder sein Double?»). Widersprechen Sie dem Fernseher, wenn eine Sendung keinen Sinn ergibt oder eine Werbeaussage unrealistisch ist.

2) Weisen Sie auf die Elemente hin, die eine Sendung ausmachen

Benutzen Sie einfaches filmisches Vokabular, wenn sich Charaktere unterhalten (Sprache nennt man «Dialog»), wie sie leben (Häuser, Schulen und Arbeitsplätze sind «Filmets») und wie sie sich verhalten («Haupthandlung, Nebenhandlungen, etc.»). Weisen Sie auf wiederkehrende Muster hin: eingespieltes Lachen oder Live-Publikum in Sitcoms; Nebenhandlungen, die in stundenlange Dramen eingewoben werden; unrealistische Elemente in «Reality»-Shows oder eine dominante Sichtweise, die in einem Dokumentarfilm vorherrscht.

3) Erzählen Sie Ihrem Kind von der engen Verknüpfung von TV-Programmerstellung und Werbung

Fordern Sie Ihr Kind dazu auf, über den Reiz einer Sendung und die Produkte, die in den Werbepausen angepriesen werden, nachzudenken. So könnten Sie bei einer bestimmten Werbung fragen, «Wer glaubst du, sieht sich diese Sendung an? Was möchten die Vermarkter verkaufen? Welche Gefühle löst diese Werbung in dir aus?»

4) Ermuntern Sie Ihr Kind zum Handeln, nicht nur zum Zusehen

Wenn sich Ihr Kind für etwas Bestimmtes in einer Sendung interessiert, ermutigen Sie es, mehr darüber zu lernen, in dem es in einem Buch nachliest, oder eine Website über das Thema besucht. Um festzustellen, ob eine Aussage in einer Sendung auch zutrifft, kann es vielleicht einen Versuch durchführen, oder einen Lehrer fragen.

5) Finden Sie heraus, was Ihr Kind für real hält

Wenn Sie es nicht fragen, werden Sie nie erfahren, was Ihr Kind über Dinge, die es im Fernsehen sieht und hört, denkt. Finden Sie heraus, ob es eine unrealistische Sichtweise dafür entwickelt, wie Menschen aussehen oder handeln, was es für den besten Weg der Konfliktlösung hält, und welche Beziehung es zu den Schauspielern aus Film und Werbung hat.

6) Halten Sie Vorschläge bereit, falls Ihr Kind jammert es hätte «nichts zu tun»

Wenn Ihr Kind gerne zappt wenn es sich langweilt, schlagen Sie vor, selbst aktiv zu werden: Es kann einen Brief über das, was ihm an einer Sendung oder einem Sendergruppe gefällt, oder nicht gefällt, an den Produzenten oder den Sender schreiben. Helfen Sie Ihrem Kind eine Liste mit alternativen Beschäftigungen zu erstellen, statt das Fernsehen zur Gewohnheit werden zu lassen. Und vergessen Sie nicht, auch eine Liste für sich selbst aufzustellen!

7) Lassen Sie Ihre Familie eine Fernsehpause machen

Wählen Sie eine Zeit - während des Familienurlaubs vielleicht -, um auf die Sendungen, die sie sich gewöhnlich ansehen, zu verzichten. Sprechen Sie gemeinsam über diese Erfahrung. Überlegen Sie miteinander, wie sie die Fernsehgewohnheiten der Familie ändern können.

8) Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich bewegt

Sollten die körperlichen Aktivitäten Ihres Kindes durch das Fernsehen nachlassen, verändern Sie Ihren Alltag so, dass es in die Gänge kommt. Sollte es einen eigenen Fernseher in seinem Zimmer haben, stellen Sie Ihn in einen Gemeinschaftsraum.

Verwandeln Sie Ihr Kind von einem Couchpotato in einen Filmliebhaber, indem Sie ihm Fachsprache aus Film und Fernsehen beibringen. Ihr Kind wird entdecken, dass die eine «richtige» Art, eine Geschichte oder ein Bild zu interpretieren, nicht existiert. Der Wert, den eine Person aus einer Sendung oder einem Film zieht, hängt davon ab, wer sie ist, was sie über die Welt weiss und was sie von der Kunstform versteht.


Mit Ihrer Hilfe wird Ihr Kind lernen, dass das Leben in einer visuellen Kultur bedeutet, Botschaften zu entschlüsseln. Das ist viel besser als diese Bilder für bare Münze zu nehmen.

6 Wege, Ihrem Kind aktives Fernsehen beizubringen

1) Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die «Tricks und Kniffe» des Fernsehens

Weisen Sie auf wiederkehrende Muster hin: eingespieltes Lachen oder Live-Publikum in Sitcoms; Nebenhandlungen, die in stundenlange Dramen eingewoben werden; unrealistische Elemente in «Reality»-Shows oder eine dominante Sichtweise, die in einem Dokumentarfilm vorherrscht. Statt in den Werbepausen zu zappen, schalten Sie den Ton aus und sprechen Sie mit Ihrem Kind.

2) Finden Sie heraus, ob Fernsehen das Selbstbild Ihres Kindes beeinflusst 

Die Popkultur kann bestimmen, was cool ist, und was es heisst, akzeptiert zu werden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind deshalb über Medienbotschaften. Beginnen Sie Ihr Gespräch, indem Sie Ihr Kind fragen, was es fühlt (Beneidest du diesen Charakter?), ob die Sendung sein Leben widerspiegelt (Kennst du jemanden, der so aussieht oder so handelt?) und was es weiss (Glaubst du, dass sich das wirklich in einer Verhandlung abspielt?).

3) Helfen Sie Ihrem Kind, das Gesehene in Frage zu stellen

Indem Sie auf die Widersprüche aufmerksam machen, wenn eine Sendung keinen Sinn ergibt, oder eine Werbung unrealistische Behauptungen aufstellt. So wird Ihr Kind lernen, dass nicht alles im Fernsehen der Wahrheit entspricht.

4) Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Verbindung zwischen Inhalt und Werbung

Vermitteln Sie Ihrem Kind den wirtschaftlichen Hintergrund der Programmgestaltung, indem Sie es auf Produkt-Placements aufmerksam machen. Warum nutzen Unternehmen Fernsehsendungen zur Vermarktung ihrer Produkte? (damit der Zuschauer Marken mit beliebten Schauspielern verbindet; um Markenbewusstsein zu schaffen). Sie können Fragen zu einer bestimmten Werbung stellen: Wer glaubst du sieht sich diese Sendung an? Was möchten die Vermarkter verkaufen? Welche Gefühle löst diese Werbung in dir aus?

5) Gebrauchen Sie die Fernbedienung

Wenn Sie sich zuhause einen Film ansehen, spulen Sie zu bestimmten Szenen zurück, und sehen Sie sie sich nochmals gesondert an. Finden Sie heraus, ob die Szene wichtig war, indem Sie über folgende Fragen diskutieren: Wie hat diese Szene zur Entwicklung der Geschichte beigetragen? Sollte damit eine bestimmte Atmosphäre geschaffen werden? Was hat sie über den Hauptcharakter verraten?

6) Sprechen Sie darüber, wie Medienberichterstattung unsere Weltanschauung prägt

Fragen Sie Ihr Kind, woher es sein Wissen über andere Länder hat. Stellen Sie Fragen über die Darstellung der Geschichte, der «Fakten», der Zitate und der «Experten», wenn Sie eine Nachrichtenreportage sehen. Stellen Sie Verbindungen zwischen der Art, wie eine Nachricht präsentiert wird und der Gedanken und Gefühle her, die dadurch bei Ihnen und Ihrem Kind ausgelöst werden. Erklären Sie wie Voreingenommenheit den Journalismus beeinflussen kann. Fordern Sie Ihr Kind auf, sich genauer zu informieren, statt einfach der ersten Informationsquelle zu glauben.

Kinder und Computer

Kinder und Internet

Genau wie das, was man im Fernsehen sieht, nicht immer der Realität entspricht, steht auch im Internet nicht immer nur die Wahrheit. Es gibt Meinungen, Nachrichten und Interpretationen wieder, die sich ständig ändern. Bringen Sie Ihren Kindern bei, sich zu fragen, wo diese Informationen herkommen.

 

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Entdeckungen, die es online macht. Lassen Sie es wissen, dass es auch viele Alternativen gibt, wenn Inhalte schlecht oder schwer zu verstehen sind.

 

Ihr Kind sollte auch über den Wert seiner persönlichen Daten Bescheid wissen. Das bedeutet, dass Ihr Kind seine eigene Privatsphäre schützt und vor der Privatsphäre anderer Respekt hat. Es sollte aber auch wissen, dass es in der virtuellen Welt Menschen gibt, die sich als jemand anderes ausgeben, als sie in Wirklichkeit sind.

 

Die vielen Computer-Spiele schon für Kleinkinder haben Sie vielleicht überzeugt, dass es für den pädagogischen Wert des Computers keine Altersgrenze gibt. Jedoch nützt der Computer am meisten, wenn er, wie andere Spielzeuge und Geräte im Umfeld Ihres Kindes auch, das «natürliche» Spielen ergänzt.

Stellen Sie sicher, dass der PC Entwicklungsbedürfnisse nicht beeinflusst. Kinder brauchen zum Beispiel Zeit für kreatives Spiel und um ihre Erfindungen und Entdeckungen teilen zu können. Sie brauchen Erwachsene wie Sie, die an Ihrem Spiel teilnehmen. Sie werden auch nicht wollen, dass Ihr Kind stundenlang in den Computer starrt sondern, dass es das Beste aus seiner Zeit macht. 

6 Wege, Computerzeit bestmöglich zu nutzen 

1) Stellen Sie viele Fragen, wenn Ihr Kind einen Computer benutzt

Obwohl es verlockend ist wegzugehen, wenn Ihr Kind in eine Aktivität vertieft ist, nehmen Sie sich die Zeit, Ihrem Kind Fragen zu seinen Aktivitäten am PC zu stellen. Gewöhnen Sie Ihr Kind daran, über das, was am Bildschirm geschieht, nachzudenken, indem Sie Fragen stellen wie: Wie spielt man dieses Spiel? Was passiert wenn du dich dahin bewegst? Welcher Charakter spricht gerade?

2) Lassen Sie nicht zu, dass Zeit am Computer körperliche Aktivitäten ersetzt

Schalten Sie den Computer immer wieder aus und ermuntern Sie Ihr Kind draussen zu spielen, zu malen und zu basteln, Bücher anzusehen, Lieder zu singen, zu tanzen, Geschichten zu erfinden oder auf Entdeckungsreise zu gehen.

3) Zeigen Sie Ihrem Kind Software und Websites, die seine Kreativität anregen

Bilder zeichnen und Geschichten erzählen sind für Ihr Kind Wege, Dinge zu vermitteln, die es vielleicht durch alltägliche Konversation nicht ausdrücken könnte. Ihr Kind wird das, was es gemacht hat, mit jemandem teilen wollen oder es lieber für sich behalten. Beide Antworten sind okay.

4) Bringen Sie Ihr Kind dazu, elektronische Spiele mit anderen zu spielen

Halten Sie nach Spielen Ausschau, die «Entdecker»-Funktionen haben und Ihrem Kind erlauben, mit anderen und nicht gegen andere zu spielen. Ermutigen Sie Ihr Kind, mit Freunden und Geschwistern zu spielen; halten Sie es davon ab, auf Videospiele zurückzugreifen, wenn es allein ist. Spielen Sie ruhig mit, so lernen Sie jedes Spiel selbst kennen.

5) Finden Sie Gelegenheiten, bei denen Ihr Kind selbst Entscheidungen treffen und Neues ausprobieren kann

Auch einfache Entscheidungen - einen Charakter auszuwählen, den Hintergrund für ein Bild zu bestimmen, ein Spiel auszusuchen - sind gute Erkundungsmöglichkeiten für Ihr Kind. Sollte sich Ihr Kind bei einer Beschäftigung langweilen, schlagen Sie ihm etwas Neues vor; es kann ein anderes Level desselben Spiels oder ein ganz neues Spiel sein. (Bevor Sie nicht darauf hinweisen, wird Ihr Kind nicht erkennen, dass es Wahlmöglichkeiten hat.)

6) Achten Sie darauf, dass die Programmwahl nicht von einem Kind oder einer Gruppe dominiert wird

Die Programmwahl muss nicht darauf beschränkt sein, dass die Freunde sagen, das Spiel sei «nur für Jungs» oder «nur für Mädchen». Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie wichtig es ist, sich beim Spielen mit Maus und Computer abzuwechseln.

Wenn Ihr Kind eine Idee hat, möchte es diese verwirklichen. Diese Erforschung spielt eine Schlüsselrolle in der Entwicklung Ihres Kindes. Ein Computer kann dazu anspornen.

Wie Bibliotheken, ist auch das Internet ein grossartiger Ort für Ihr Kind zum Entdecken und Lernen. Während Ihr Kind das Internet für Hausaufgaben nutzt, können Sie ihm helfen, gute Gewohnheiten zu entwickeln - die Angewohnheit, kritische Fragen zu stellen. Indem Sie ihm angewöhnen, Fragen zu stellen, statt zu kopieren und so Informationen einfach nur zu akzeptieren, lernen Sie Ihrem Kind, dass es nicht nur einen einzigen Experten, eine einzige Quelle und eine einzige Art etwas durchzuführen, gibt. Mit der Nutzung des Internets können Sie ihm ausserdem lernen, Informationen zu organisieren und erfolgreiche Suchstrategien zu entwickeln. 

5 Wege, das Beste aus Computern zu machen

1) Machen Sie Ihr Kind mit den Bibliothekaren Ihrer örtlichen Bücherei bekannt

Bibliothekare wissen, wie man Informationen sortiert. Sie können dabei behilflich sein, Ihrem Kind zu lernen, wie man das Internet für Recherchen nutzt, um Antworten auf Fragen zu finden. 

2) Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, Informationen aus dem Internet in eigene Worte zu fassen

Wenn Ihr Kind ein elektronisches Bild aus dem Internet nutzt, lassen Sie es eine eigene Bildunterschrift schreiben, in der es das Geschehen auf dem Bild beschreibt - und seine Bedeutung. Lernen Sie ihm auch, Quellenangaben zu machen, wenn es Material - ein Zitat, ein Bild oder eine Idee - verwendet, das nicht von ihm stammt. Eine übliche Art hierfür ist, die Adresse der Webseite zu zitieren, der man die Informationen entnommen hat.

3) Heben Sie hervor, wie wichtig Online-Sicherheit ist

Helfen Sie Ihrem Kind, ein geschickter Internetnutzer zu werden. Zeigen Sie ihm Informationsquellen über Internetsicherheit wie zum Beispiel CyberSmart. Während Sie über die Bedeutung von persönlichen Angaben sprechen, warnen Sie Ihr Kind davor, seinen Namen, Adresse, Telefonnummer oder andere Angaben, durch die es jemand identifizieren könnte, im Internet preiszugeben. Zeigen Sie ihm, wie man einen Benutzernamen aussucht und benutzt – und niemals seinen echten Namen bekanntgibt. Verbieten Sie Ihrem Kind bei Gewinnspielen oder anderen Online-Wettbewerben mitzumachen.

4) Führen Sie Ihr Kind an kinderfreundliche Suchmaschinen und Verzeichnisse heran

Indem Sie Ihrem Kind ein paar Punkte für seine Recherche aufschreiben, können Sie ihm helfen, seine Interessen zu erkunden. Gute Ausgangspunkte umfassen:

Sie können diese Seiten (und jede andere, für die es Interesse zeigt) selbst besuchen; fügen Sie ein Lesezeichen für die Seiten ein, die ihnen beiden gefallen - und denen Sie zustimmen.

5) Helfen Sie Ihrem Kind, Informationsquellen im Internet zu überprüfen

Stellen Sie Schlüsselfragen:

  • Was ist das Hauptthema? 
  • Wer äussert sich? Handelt es sich um eine Person, eine Organisation, ein Unternehmen, eine Behörde? 
  • Warum ist diese Information hier? Gibt es eine Absicht dahinter? Versucht diese Webseite mir etwas verkaufen? Möchte Sie mir etwas weismachen? Mich dazu bewegen etwas zu tun? Gibt es eine "Über uns"-Seite?
  • Wo kommen die Fakten, die die Hauptidee unterstützen, her?
  • Wie wird die Hauptidee dargestellt - in Worten, Bildern, persönlichen Geschichten, Meinungen oder als Recherche? Wie beeinflusst das Format mein Denken über die Information? (Zum Beispiel, sind Bilder und persönliche Geschichten glaubhafter als wortreiche Fakten?)
  • Was fehlt? Fallen dir Informationen ein, die auf dieser Webseite nicht abgedeckt werden? Fehlen bestimmte Personen oder Meinungen?
  • Wen betrifft es? Warum spielt die Information dieser Webseite eine Rolle?

Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren - sind in den letzten Jahren zu einem lukrativen Markt geworden. Wehren Sie sich gegen die immer aggressivere Werbung, die auf diese Altersgruppe abzielt, indem Sie Ihr Kind dazu ermutigen, selbständig zu denken.

Um Ihr Kind zu locken, erschaffen Werbemacher Anzeigen, die eher auf Emotionen abzielen, als auf kritisches Denken. Werbung ist nicht nur dazu gedacht Produkte, sondern auch Gefühle zu verkaufen. Werbemacher wollen in Ihrem Kind den Wunsch auslösen, klug und beliebt zu sein. Die Strategie liegt darin, Ihrem Kind die Angst zu vermitteln, ausgeschlossen zu sein und die Illusion zu schaffen, dass ihr Produkt dazu beiträgt, sich wieder gut zu fühlen.

Es liegt in Ihrer Hand zu beeinflussen, auf welche Weise Ihr Kind die Botschaften, die es vom Markt erhält, entschlüsselt. Helfen Sie ihm zu lernen, Werbung scharfsinnig zu analysieren und Selbstvertrauen zu entwickeln.Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren - sind in den letzten Jahren zu einem lukrativen Markt geworden. Wehren Sie sich gegen die immer aggressivere Werbung, die auf diese Altersgruppe abzielt, indem Sie Ihr Kind dazu ermutigen, selbständig zu denken.

5 Wege, kritisches Denken zu fördern

1) Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, alle Seiten zu hinterfragen 

Lassen Sie Ihr Kind fragen: Woher kommt diese Information? Wie beeinflussen die Informationen dieser Website - ihr Text, ihre Bilder, ihr Gesamteindruck - meine Auffassung? Welcher Standpunkt wird vertreten? Welche Informationen fehlen? Sind bestimmte Menschen und Meinungen nicht vertreten? 

2) Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man eine Webseite beurteilt, indem man erst die Adresse aufschreibt und dann nach Hintergrundinformation sucht

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Seiten, die ansprechend aussehen, aber nicht eindeutig zeigen, von wem die Information stammt. Um zu verhindern, dass man reingelegt wird, schreiben Sie erst die Adresse der Webseite auf und suchen Sie dann genauer nach Hintergrundinformationen: Folgen Sie «Über uns»- und anderen «Wer wir sind»-Links, um herauszufinden, welche Personen oder welche Gruppe diese Webseite erstellt hat.

3) Lernen Sie Ihrem Kind, bei unbekannten E-Mails skeptisch zu sein

Zeigen Sie Ihrem Kind Webseiten mit denen es Falschmeldungen und Betrug aufdecken kann. Geben Sie den Begriff «Moderne Märchen» in eine Suchmaschine ein und Sie werden Seiten finden, die berühmte Gerüchte entlarven. Der Viren- und Hoax-Bereich vom Symantec Anti-Virus Research Center bietet Hilfe, wenn es um Gerüchte über Computerviren geht.

4) Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass nicht alle Seiten gleich aufgebaut sind

Immer häufiger benutzen Suchmaschinen «pay-for-placement»-Modelle, in denen zahlende Unternehmen bevorzugt werden. Zeigen Sie Ihrem Kind, wo die bezahlten Rangfolgen auf dem Bildschirm erscheinen, und wie man nach Listen Ausschau hält, die sich eher auf seine Suche beziehen. Bringen Sie ihm die Vielfalt der Suchmaschinen nahe.

5) Gehen Sie mit Ihrem Kind online

Beim gemeinsamen Erkunden von Webseiten und Softwareprogrammen mit Ihrem Kind, lernen Sie die Online-Funktionen kennen, die Ihr Kind ansprechen. Das fällt leichter, wenn der Computer in einem gemeinsam genutzten Raum, statt in einem abgetrennten Schlafzimmer, steht.

5 Wege, Online-Sicherheit zu gewährleisten

1) Bewahren Sie Ihr Kind davor, im Internet persönliche Angaben zu machen

Ob Ihr Kind eine kommerzielle Webseite besucht oder einem Freund online schreibt, es sollte niemals seinen Namen, Adresse, Telefonnummer oder andere Angaben preisgeben, durch die man es identifizieren könnte. Zeigen Sie ihm wie man einen Benutzernamen, statt dem echten Namen, einsetzt. Mahnen Sie Ihr Kind, erst mit Ihnen zu sprechen, bevor es sich für Gewinnspiele oder andere Wettbewerbe anmeldet.

2) Vergleichen Sie Filterprogramme

Internet-Filter verwehren den Zugang zu Seiten, die für Kinder ungeeignet sind. Allerdings ist kein Internet-Filter vor Missbrauch sicher - jedes Produkt enthält Tendenzen, die den Ansprüchen Ihrer Familie entsprechen können oder nicht - aber Sie können Hilfsmittel wie zum Beispiel GetNetWise und Online-Rezensionen wie auf CNET bei Ihren Entscheidungen zu Rate ziehen.

3) Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Schwierigkeit, andere online zu identifizieren

Die Anonymität des Internets macht es für Personen einfach, vorzutäuschen jemand anderer zu sein. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind das weiss. Sie können seine Online-Kontakte auf die Menschen begrenzen, die es von ausserhalb des Computers kennt. Die Seite Think U Know bietet einen Crash-Kurs für Online-Chat und Sofortnachrichten-Übermittlung, sowohl für Eltern als auch für Kinder.

4) Schaffen Sie einen geschützten Raum für Ihr Kind, um über das sprechen zu können, was es im Internet sieht

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das, was es im Internet findet. Machen Sie ihm bewusst, dass ungeeignete Seiten ohne sein Verschulden auf dem Bildschirm auftauchen können. Machen Sie es Ihrem Kind zur Gewohnheit, Ihnen von verwerflichen Inhalten und Bereichen, die Sie als verboten eingestuft haben, zu berichten.

5) Helfen Sie Ihrem Kind seine Computerzeit zu begrenzen

Stellen Sie sicher, dass die vor dem Bildschirm verbrachte Zeit nicht von der Zeit für Freunde, Familie, körperliche Aktivitäten und Schularbeiten abgezogen wird..

Ihre Herausforderung: Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Webseiten irreführend und unzuverlässig sein können. Das kann schwierig sein, wenn Ihr Kind sich in Ihrem Haushalt mit Technik am Besten auskennt.


Letzten Endes wird Ihr Kind sehen, dass es nicht nur eine Informationsquelle gibt; um ein Thema wirklich zu verstehen muss es viele Quellen durchforsten. Es ist nicht damit getan, eine Quelle anzugeben oder zu erklären: «Das habe ich im Internet gelesen, also muss es wahr sein.» Wenn man zu einer unabhängigen Meinung gelangen will, muss man Aussagen hinterfragen und prüfen, woher diese Aussagen stammen.

6 Wege, das Beste aus Online-Informationen zu machen

1) Ermuntern Sie Ihr Kind dazu, alle Websites zu hinterfragen

Fragen Sie Ihr Kind: «Woher kommt diese Information?» «Wie beeinflussen die Informationen dieser Website (Text, Bilder, Gesamteindruck) meine Meinung?» «Welcher Standpunkt wird vertreten?» «Welche Informationen fehlen?» «Sind bestimmte Menschen oder Meinungen nicht vertreten?» «Versucht jemand mir etwas zu verkaufen?»

2) Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Art und die Quelle von Online-Informationen

Klicken Sie auf «Über uns»- und andere «Wer wir sind»-Links; diese liefern Hintergrundinformationen über Websites. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Kluft zwischen belegten Fakten und nicht geprüften Aussagen. Sie können sagen: Welche Recherche steht zur Verfügung, um diesen Standpunkt zu begründen? Woher weisst du das?

3) Lassen Sie Jugendliche verschiedene Quellen/Seiten über das gleiche Thema besuchen

Eine Gegenüberstellung von Webseiten kann die Grenzen einer Seite zeigen und Voreingenommenheit entlarven. Dies kann auch den Sponsor der Seite enthüllen und wie der Inhalt dadurch beeinflusst wurde.

4) Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Kluft zwischen dem, wie etwas aussieht und ob man ihm trauen kann

Ansprechend ist nicht gleich zuverlässig: Eine gut gestaltete Webseite ist keine Garantie für zuverlässige Information. Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass Webdesigner markantes Design, klare Navigation und überzeugende Empfehlungen erstellen können, ohne richtige Inhalt zu bieten.

5) Animieren Sie Ihr Kind, Fakten mittels Recherche zu überprüfen

Seiten, die «moderne Märchen» entlarven, können dabei helfen Gerüchte und Behauptungen, die zu schön sind, um wahr zu sein und «Nachrichten» von vermeintlichen Computerviren zu zerstreuen. Geben Sie «Moderne Märchen» oder «Grossstadtlegenden» in eine Suchmaschine wie zum Beispiel Google ein, und besuchen Sie den Viren- und Hoax-Bereich vom Symantec's Anti-Virus Research Center.

6) Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, Gesundheitsinformationen aus dem Internet skeptisch zu begegnen

Scheinwahrheiten über Gesundheit - schnelle Infos, die man im Internet findet - können praktisch sein, aber sie entbehren oft eines Kontextes oder Hintergrunds. Helfen Sie Ihrem Kind, Gesundheitsthemen zu untersuchen: Statt sich mit der ersten Antwort auf eine Suchanfrage zufrieden zu geben, besuchen Sie eine Vielzahl an Quellen und wägen Sie verschiedene Ansichten ab.

Kinder und Videospiele

Die Invasion der Computerspiele

Wissen Sie, welche Spiele Ihr Kind spielt?


Mit zunehmendem Alter verbringen Kinder häufig mehr Zeit mit Videospielen als mit anderen Aktivitäten wie bspw. Fernsehen. Es ist verständlich, weshalb sich Kinder ab einem gewissen Alter sehr zu Videospielen hingezogen fühlen: Sie benötigen dafür bestimmte Fähigkeiten, müssen die Spiele verstehen und komplexe Regeln anwenden. Das ist spannend für Kinder, die sich immer mehr für die Welt und ihren Platz darin interessieren.

 

Viele beliebte Videospiele vermitteln Gewalt, unrealistische Bilder von Frauen und Männern und unter den Charakteren sind oft nur wenige unterschiedliche Kulturen vertreten. Aber Sie können dafür sorgen, dass Ihr Kind auch bei solchen Spielen etwas lernt. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über diese Spiele, helfen Sie ihm zu verstehen, was es sieht und erlebt, stellen Sie ausdrücklich jegliche negative Darstellung in Frage. Interessieren Sie sich aktiv für die Spiele, die Ihr Kind gerne spielt, und Sie erhalten einen wertvollen Einblick, womit sich Ihr Kind zur Zeit beschäftigt.

Viele Kleinkinder haben nicht die physischen und kognitiven Fähigkeiten, um ein Videospiel mit Konsole und Handheld-Steuerung zu spielen. Das hält einige aber nicht davon ab, schon im Kleinkindalter mit Computerspielen zu experimentieren.


Auch wenn es verlockend ist, sich anderen Dingen zu widmen, während Ihr Kind von Bild und Ton eines elektronischen Spiels eingenommen ist, findet der grösste Lernprozess statt, wenn es mit Ihnen und dem Spiel interagiert. Stellen Sie Fragen, geben Sie Ihrem Kind die Gelegenheit zu zeigen, was es geschafft hat und lassen Sie sich das Spiel aus seiner Sicht erklären; das alles hilft ihm, das Beste aus seiner Computer- oder Videospielzeit zu machen. (Seien Sie nicht überrascht, wenn Ihr Kind ein Spiel ganz anders sieht als Sie.) 

4 Wege, das Beste aus elektronischen Spielen zu machen

1) Stellen Sie Ihrem Kind Fragen zu den Video- oder Computerspielen, die ihm gefallen

Ihre Fragen werden Ihr Kind anregen, über Folgen nachzudenken: Was versuchst du zu tun? Was passiert wenn du diesen Knopf drückst? Wenn Sie sich über ein Spiel nicht sicher sind, spielen Sie mit und finden Sie heraus, worum es geht.

2) Fragen Sie Ihr Kind, was es über ein neues Spiel herausgefunden hat

Finden Sie heraus, was Ihr Kind von seinem Computerspiel versteht. Weil das, was es geschafft hat nicht dem gleicht, was es entdeckt hat, müssen Sie vielleicht Hilfsfragen stellen: Was hast du Neues gemacht? Hast du das schon einmal gemacht?

3) Legen Sie fest, wie lange Ihr Kind elektronische Spiele spielen darf

Körperliche Aktivitäten im Freien, mit Freunden und Familie zusammen sein, Malen und Basteln und das Erkunden von anderen Spielen sind Schlüsselfaktoren in seiner Entwicklung.

4) Machen Sie sich vorher mit Spielbewertungen und Rezensionen vertraut

Die Pan-European Game Information und die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen bewerten sowohl Video- als auch Computerspiele. Webseiten wie VideoGame Review bieten Rezensionen der Redaktion und von Benutzern. Nachdem Sie mehrere Rezensionen gelesen haben, können Sie das Spiel mieten oder ausleihen und ausprobieren, bevor Sie beschliessen es zu kaufen.

4 Software-Eigenschaften, die positiv zur Entwicklung Ihres Kindes beitragen

1) Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade

Durch das Einstellen verschiedener Schwierigkeitsgrade kann Ihr Kind in einem unbegrenzten «Entdecker»-Modus beginnen. Je nachdem, wie es das Spiel meistert, kann es dann in eigenem Tempo zu anspruchsvolleren Levels wechseln.

2) Gelegenheiten, Entscheidungen zu treffen

Halten Sie Ausschau nach Spielen und Beschäftigungen, die Ihrem Kind die Gelegenheit bieten, seine Vorlieben und Interessen auszudrücken, statt nach Spielen mit voreingestellter Software. Die Freiheit eine Farbe oder einen Charakter zu Beginn des Spiels selbst auszuwählen - ebenso wie die Möglichkeit, während des Spiels weitere Entscheidungen zu treffen - helfen Ihrem Kind, Unabhängigkeit und das Gefühl von Kontrolle zu entwickeln.

3) Mehrere Spieler gleichzeitig

Ein Computerspiel oder -programm mit jemand anderem zu spielen - einem anderen Kind oder vielleicht mit Ihnen - bietet Ihrem Kind die Gelegenheit, über das, was es lernt und entdeckt, zu sprechen. Diese Unterhaltungen sind eine guter Weg herauszufinden, was es gerade erlebt. Sie werden überrascht sein: Was Ihr Kind tut, kann sich von dem unterscheiden, was es denkt zu tun.

4) Keine Klischees und Gewalt

In manche Handlungen können subtile Vorurteile über Geschlechter oder Kultur eingebettet sein. Die Stimme eines Charakters zum Beispiel kann einen bestimmten Akzent mit negativem Verhalten verknüpfen. Lesen Sie Online-Rezensionen oder mieten Sie Spiele, bevor Sie sie kaufen. Meiden Sie Spiele, deren Charakter Konflikte durch Gewalt lösen.

Wenn Volksschüler älter werden, widmen Sie dem Spielen mehr Zeit. Sportmannschaften, Spielplätze, Pfadfindergruppen und Brettspiele sind nur ein paar Möglichkeiten, wie Kinder in diesem Alter Begriffe wie Regeln, Wettbewerb und Zusammenarbeit erfahren können.

Videospiele können ein weiterer Weg sein. Obwohl Videospiele sich gravierend von Verstecken spielen und Monopoly unterscheiden, können Sie dieselben Vorteile beinhalten: Teamplay zum Beispiel oder den Wert ein fairer Sportsmann zu sein. Aber Videospiele können auch problematische soziale Botschaften übermitteln, wie «Mädchen sind nicht so gut wie Jungs» oder «Der Stärkere setzt sich durch». Genauso wie Sie die nicht-elektronischen Spiele beaufsichtigen, sollten Sie auch immer darüber informiert sein, was Ihr Kind gerade am Video- oder Computerbildschirm spielt.

7 Wege, das beste aus elektronischen Spielen herauszuholen

1) Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Spiele, die es gerne spielt

Spiele werden in unterschiedliche Genres eingeteilt. Sie werden nicht wissen, was Ihr Kind toll findet, bevor Sie nachfragen. Sie werden einen oder mehrere der folgenden Beweggründe finden: Lust auf Wettbewerb; sich in Fantasiewelten zu verlieren; den Wunsch, Probleme zu lösen; der Reiz, des Machtgefühls übermenschliche Fähigkeiten zu besitzen; die Lust sich mit anderen zu verbinden; oder die Beliebtheit eines Spiels unter Gleichaltrigen.

2) Ziehen Sie erst Videospiel-Bewertungen und Rezensionen zu Rate, bevor Sie Ihr Kind ein Spiel spielen lassen 

Die Pan-European Game Information und die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen bewerten sowohl Video- als auch Computerspiele. Viele Webseiten bieten sowohl Rezensionen der Redaktion als auch der Benutzer. Nachdem Sie und Ihr Kind ein paar Rezensionen gelesen und über sie gesprochen haben, können Sie ein Spiel für einen Probelauf mieten oder ausleihen, bevor Sie es kaufen.

3) Heben Sie die sozialen Aspekte eines Spiels hervor

Halten Sie nach Spielen Ausschau, die verschiedene Spieler oder Mannschaftsspiel zulassen. Bestärken Sie Ihr Kind darin, den gemeinschaftlichen Aspekt von Videospielen zu erkennen, indem es Spieltipps mit Freunden austauscht. Und scheuen Sie sich nicht, selbst mitzuspielen. Diese Schritte können Ihr Kind davor bewahren, dass es sich mit elektronischen Spielen alleine zurückzieht.

4) Zeigen Sie Ihrem Kind Spiele, die von anderen Kindern gemacht wurden

Helfen Sie Ihrem Kind zu erkennen, dass Spiele nicht wie von Zauberhand in den Regalen erscheinen, sondern von Menschenhand gemacht worden sind - manchmal sogar von Kindern. Suchen Sie nach Spielen zum Herunterladen, die von Kindern gemacht wurden, wie die von Toontalk Playground.

5) Helfen Sie Ihrem Kind, die Spielzeit zu begrenzen

Arbeiten Sie mit Ihrem Kind gemeinsam daran, dass körperliche Betätigung, Hausaufgaben und Zeit mit Freunden und Familie nicht zu kurz kommen.

6) Achten Sie auf negative Darstellungen von Mädchen und Frauen

Zusätzlich zur unrealistischen und freizügigen Darstellung von weiblichen Körpern, wird in vielen Spielen Gewalt gegen weibliche (und männliche) Charaktere ausgeübt. Sollte Ihr Kind solche Spiele spielen, sprechen Sie mit Ihm darüber, was es über die weiblichen Charaktere denkt. Es ist wichtig für Ihr Kind, dass Sie sich gegen Bilder und Ideen, die Ihnen verwerflich erscheinen, aussprechen.

7) Achten Sie auf Gewalt

Vermeiden Sie Spiele, die Töten als gerechtfertigt und frei von Konsequenzen zeigen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie sich echte Gewalt von den Gewaltakten unterscheidet, die Fantasie-Charaktere ausüben. Machen Sie einen Bogen um «Ego-Shooter»-Spiele, in denen Ihr Kind die Identität eines gewalttätigen Charakters annimmt.

5 Tipps, elektronische Spiele auszuwählen

1) Suchen Sie nach Tätigkeiten, die Ihrem Kind das Gefühl geben etwas «Echtes» zu tun

«Echte» Tätigkeiten könnten das Finden eines Rezepts und das Zubereiten von wirklichen Speisen sein; das Schreiben und Versenden eines Briefes an eine echte Person; und einen Newsletter zu erstellen und ihn auszudrucken.

2) Machen Sie Webseiten ausfindig, die Ihr Kind zum Erkunden ermutigen

Ihr Kind fühlt sich vielleicht zu Fantasiewelten hingezogen, die es ihm ermöglichen, sich kräftig, allwissend, allmächtig und kreativ zu fühlen. Elektronische Spiele, die ihm die Möglichkeit bieten, diese Fantasien auszubauen können ein wichtiges Ventil darstellen.

3) Finden Sie Beschäftigungen, durch die Ihr Kind seine eigene Kunst schaffen kann

Eine reiche Auswahl an Farben und Texten lässt Ihr Kind mit den visuellen Aspekten seiner Kreativität experimentieren. Ebenso wie die Gelegenheit, Dinge zu beleben oder sie in eine Reihenfolge zu bringen.

4) Suchen Sie nach Spielen, mit denen Ihr Kind mit Musik experimentieren kann

Sie können eine CD-ROM oder eine Webseite ausfindig machen, die Ihrem Kind ermöglicht, mit rhythmischen Mustern zu spielen, Lieder zu lernen, wiederkehrende Klänge abzuspielen, und Melodien aufzunehmen und zu speichern.

5) Nutzen Sie die Zeit am Computer, um soziale Kompetenz zu entwickeln

Kleineren Kindern das Gefühl von Fairplay zu vermitteln ist wichtiger, als Gewinnchancen zu erhöhen. Finden Sie Spiele, in denen man sich abwechseln muss, oder Spiele, die Wert auf das Verbessern von Fähigkeiten legen, statt darauf, andere zu schlagen. Wenn Kinder älter werden und entschlossener sind zu gewinnen, wird diese Grundlage dafür sorgen, dass sie mit Ihren Gegenspielern fair umgehen.

Wenn Kinder älter werden, nimmt die Zeit, die sie mit Videospielen verbringen oft zu und nimmt den Platz anderer Beschäftigungen, wie Fernsehen, ein. Es ist offensichtlich, warum Schüler in diesem Alter Videospiele so anziehend finden: Man braucht Geschick im Umgang mit der Steuerung, komplizierte Regeln müssen verstanden und umgesetzt werden und Kinder haben in diesem Alter grosses Interesse sm Erkunden der Welt und ihrem eigenen Platz darin.


Viele beliebte Videospiele sind voll von Gewalt, unrealistischen Bildern von männlichen und weiblichen Körpern und dem Fehlen von ethnischer Vielfalt unter den Charakteren. Trotzdem können Sie Schritte unternehmen, damit Ihr Kind positive Erfahrungen machen kann. Helfen Sie ihm, das Gesehene und seine Erfahrungen zu interpretieren, und stellen Sie Meinungen, die es übernehmen könnte in Frage, indem Sie mit ihm über seine Spiele reden. Durch Ihr Interesse an den Spielen und Webseiten, die Ihr Kind fesseln, gewinnen Sie unschätzbare Einsichten in seine Vorlieben.

7 Wege, das meiste aus elektronischen Spielen herauszuholen

1) Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Spiele, die es gerne spielt

Achten Sie darauf, welchen Zusammenhang Ihr Kind zwischen sich und Videospiel-Charakteren herstellt. Stellen Sie sicher, dass ihm die echten Konsequenzen dessen, was es auf dem Bildschirm sieht, bewusst ist. Fragen Sie, warum Spiele anziehend sind: Ist es der Wettbewerbsaspekt? Sich in einer Fantasiewelt zu verlieren? Die Fähigkeit, Probleme zu lösen? Das Machtgefühl und übermenschliche Fähigkeiten zu haben? Oder ist es die Beliebtheit, die ein Spiel unter Freunden hat?

2) Lernen Sie die Videospiele, die Ihr Kind zuhause und mit Freunden spielt, kennen

Lesen Sie Anleitungen, Leitartikel und Benutzerbewertungen, Empfehlungen von Eltern und anderen Quellen, um die Spiele Ihres Kindes sachkundig auszuwählen. Nachdem Sie und Ihr Kind einige Rezensionen, wie solche von de Pan-European Game Information oder von der Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen gelesen und über sie gesprochen haben, können Sie ein Spiel für einen Probelauf mieten oder ausleihen, bevor Sie es kaufen.

3) Halten Sie Ausschau nach negativen Darstellungen von Frauen und anderen Kulturen

Laut Forschern werden Jugendliche übergewichtig, wenn die Zeit vor dem Bildschirm den Platz von körperlichen und sozialen Tätigkeiten einnimmt. Helfen Sie Ihrem Kind, körperliche Betätigung, Hausaufgaben und die Zeit, die es mit Freunden und Familie verbringt, höher zu schätzen als Spielzeit.

4) Helfen Sie Ihrem Kind, bei der Spielzeit Grenzen zu setzen

Die Pan-European Game Information und die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen bewerten sowohl Video- als auch Computerspiele. Viele Webseiten bieten sowohl Rezensionen der Redaktion als auch der Benutzer. Nachdem Sie und Ihr Kind ein paar Rezensionen gelesen und über sie gesprochen haben, können Sie ein Spiel für einen Probelauf mieten oder ausleihen, bevor Sie es kaufen.

5) Betonen Sie die sozialen Aspekte des Spielens

Halten Sie nach Videospielen Ausschau, die verschiedene Spieler als Mannschaft zulassen. Bestärken Sie Ihr Kind darin, den Gemeinschaftssinn in Spielen zu sehen, indem es Spieltipps mit anderen Spielern online oder mit Freunden austauscht. Diese Schritte können Ihr Kind davor bewahren, dass es elektronische Spiele dazu nutzt, sich allein zurückzuziehen.

6) Lernen Sie Ihrem Kind, wie es Produkt-Placements und andere Werbung erkennt

Vermarkter nutzen Videospiele, um Marken bewusst zu positionieren und ihre Produkte mit angesagten Dingen zu verbinden. Wenn Sie sehen, dass ein Videocharakter Markenware trägt oder benutzt, weisen Sie darauf hin. Wenn ein Produkt im Hintergrund auftaucht, erklären Sie Ihrem Kind, dass es sich dort befindet, weil das Unternehmen den Videospiel-Hersteller bezahlt hat, es dort zu positionieren.

7) Vermeiden Sie Spiele, die Charaktere zeigen, die Konflikte mit Gewalt lösen

Machen Sie einen Bogen um «Ego-Shooter-Spiele» - also Spiele, in denen Ihr Kind die Identität eines gewalttätigen Charakters annimmt. Wenn Ihr Kind einen Charakter sieht, der ein Problem durch Schlagen, Treten oder Beissen löst, weisen Sie es darauf hin. Fragen Sie Ihr Kind, wie man das Problem anders hätte lösen können.

Videospiele sind Unterhaltung, doch vermitteln sie auch starke Botschaften darüber, was die Gesellschaft wertschätzt und wer Kontrolle ausübt. Für Eltern besteht die Herausforderung darin, nicht nur den Hype um die Gewalt in Videospielen zu sehen, sondern tiefer zu gehen. Versuchen Sie die Beziehung Ihres Kindes zu Videospielen zu verstehen und zu erkennen, dass diese komplex sein kann.


Ein erster Schritt ist, die Namen der Spiele zu kennen, die Ihr Kind spielt. Es spielt keine Rolle, ob Sie technologisches Know-how haben oder nicht ganz so viel Talent für Videospiele besitzen wie Ihr Kind. Eine einfache Unterhaltung ist ein guter Weg, um zu starten.

7 Wege, das meiste aus elektronischen Spielen herauszuholen

1) Lernen Sie die Spiele kennen, die Ihr Kind spielt

Spiele üben aus vielen Gründen Anziehungskraft auf Spieler aus. Sie werden nicht erfahren, was Ihr Kind fasziniert, solange Sie nicht fragen. Ist es die Möglichkeit, andere besiegen zu können? Die Faszination, sich in einer Fantasiewelt zu verlieren? Die Chance, Probleme zu lösen? Oder könnte es das Erlangen von Superkräften sein, mit anderen vernetzt zu sein oder einfach ein Spiel zu spielen, das im Freundeskreis angesagt ist? Prüfen Sie das Spiel in der Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen oder bei der Pan-European Game Information. Das europaweite PEGI-System zur Vergabe von Altersempfehlungen wurde eingeführt, um Eltern in Europa beim Kauf von Computerspielen wichtige Informationen zur Hand zu geben. Es trat im Frühjahr 2003 in Kraft und ersetzte verschiedene nationale Altersempfehlungssysteme durch ein einzelnes, das nun in nahezu ganz Europa Anwendung findet.

2) Meiden Sie Spiele, die Stereotypen und ein negatives Frauenbild vermitteln

In vielen Spielen richtet sich Gewalt gegen Frauen, oder die Spiele haben keine ethnische Vielfalt. Menschen mit weisser Hautfarbe werden als Helden dargestellt und Menschen mit dunkler Hautfarbe als Athleten oder Gewaltopfer. Reden Sie über die Botschaften, die diese Spiele vermitteln, und halten Sie Ihr Kind dann davon ab, sie zu spielen. Es ist gut für Ihr Kind, wenn Sie sich offen gegen Vorstellungen und Bilder aussprechen, die sie verwerflich finden.

3) Seien Sie wachsam, was Gewalt betrifft

Meiden Sie Spiele, die das Töten als gerechtfertigt oder als straffrei darstellen. Ermutigen Sie Ihr Kind, die Finger von «Ego-Shooter-Spielen» zu lassen, in dem der Spieler in die Rolle eines gewaltbereiten Charakters schlüpft.

4) Lernen Sie Ihrem Kind, Produkt-Placements zu erkennen

Vermarkter benutzen Videospiele dazu, ihre Marken zu platzieren und ihre Produkte mit dem zu verknüpfen, was angesagt ist. Reden Sie mit Ihrem Kind darüber, warum die Charaktere in Videospielen Markenartikel benutzen oder Markenkleidung tragen. Gibt es finanzielle Gründe, warum Produkte in Action-, und Sportspielen auftauchen?

5) Betonen Sie die sozialen Aspekte des Spieles

Ermutigen Sie Ihr Kind, Videospiel-Tipps online mit anderen Spielern oder mit Freunden auszutauschen. Dies kann vermeiden helfen, dass elektronische Spiele ein einsamer Rückzugsort werden.

6) Reden Sie mit Ihrem Kind über die Spieler, die es online trifft

Wenn Ihr Kind online gegen andere kämpft - oder mit anderen während des Spiels auf dem Bildschirm chattet - sprechen Sie an, wie wichtig Privatsphäre ist. Erinnern Sie es, keine privaten Informationen preiszugeben, vor allem nicht an Menschen, die es nicht kennt. Ermutigen Sie Ihr Kind zu hinterfragen, was andere online sagen.

7) Lernen Sie Ihrem Kind, am Kreativprozess, durch den Videospiele entstehen, teilzunehmen

Spiele liegen nicht ausserhalb des Einflussbereichs Ihres Kindes. Sie sind kreative Werke, durch die sich Ihr Kind verbessern kann. Die International Game Developers Association stellt Schüler an, die Karrieren in der Videospieleindustrie anstreben.

Kinder und Werbung

Der Einfluss von Werbung auf Kinder

Immer häufiger werden Produkte und Geschäfte auf die Zielgruppe «Kinder» ausgerichtet. Egal wie sehr Sie sich bemühen, Sie können nicht verhindern, dass Ihr Kind Werbung und ansprechende Produkte sieht. Aber Sie können sicherstellen, dass Ihr Kind davon weniger beeinflusst wird.

 

Ziel ist es, dass Ihr Kind nachdenkt, und nicht sofort alles haben möchte, was es sieht. Das ist allerdings nicht so einfach und Sie brauchen dabei eine Menge Geduld und Kreativität. Geben Sie aber nicht auf, denn mit zunehmendem Alter des Kindes wird es leichter zu verstehen, dass es nicht immer sofort alles haben kann, was es möchte.

Immer häufiger werden Produkte und Geschäfte so gestaltet, dass sie speziell auf Kinder anziehend wirken. So sehr Sie sich auch bemühen, Sie können nicht verhindern, dass Ihr Kind Werbung und Produkte sieht - aber Sie können ihren Einfluss mindern.

Das Ziel ist, Ihrem Kind beizubringen, dass es darüber nachdenkt was es möchte, und nicht sofort nach dem verlangt, was es sieht. Das ist keine einfache Aufgabe. Sie werden viel Geduld und Kreativität aufbringen müssen. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Kindern abzugewöhnen etwas sofort zu «brauchen» wird leichter, je älter die Kinder sind.

5 Wege, mit Werbung umzugehen

1) Schalten Sie bei Werbung den Ton aus oder sprechen Sie kritisch darüber

Bringen Sie Ihrem Kind bei, in Frage zu stellen was es sieht, indem Sie selbst fragen und kommentieren: «Würde es dir gefallen, wenn wir das auch machen würden?» «Das sieht aber nicht aus wie etwas, das wir tun, wenn wir in den Park gehen.» «Das sieht aus, als würde es gleich kaputt gehen.»

2) Machen Sie Kunstprojekte aus Einkäufen

Sie können sagen: «Wir müssen keine Karte für Oma kaufen, weil wir mit Glitter selbst eine basteln können.» «Ich wette, wir können zuhause mit Lebensmittelfarben richtig coole Weihnachtsplätzchen backen.»

3) Sagen Sie Ihrem Kind, bevor Sie ein Geschäft betreten, was es haben und was es nicht haben kann

Eine kurze Erinnerung vorher hilft, die Erwartungen Ihres Kindes zu beeinflussen: «Wir sind hier, um ein paar Lebensmittel zu kaufen, aber es gibt nichts extra.»

4) Lesen Sie mit Ihrem Kind die Produktetiketten

Ihr Kind wird die Bedeutung der Wörter noch nicht verstehen - Sie werden vielleicht selbst über das eine oder andere stolpern -, aber gewöhnen Sie Ihrem Kind an, Fragen zu den Produkten zu stellen: Woraus ist das gemacht? Was wissen wir über dieses Nahrungsmittel, das die Werbung uns nicht sagt?

5) Führen Sie eine Liste für Sonderwünsche

Wenn sich Ihr Kind etwas von Herzen wünscht, fragen Sie es: Sollen wir das auf deine Geburtstagswunschliste schreiben?

Wenn Ihr Kind älter wird, werden Werbebotschaften zu einflussreichen Informationsquellen. TV-Werbespots, Radiowerbung und Werbebanner im Internet sind voller Botschaften darüber, wie man cool, attraktiv oder erfolgreich ist.Obwohl Ihr Kind Werbung wahrscheinlich als solche erkennen kann - es kann darauf zeigen und sagen, «Das ist eine Werbung» - wird es trotzdem nicht immun gegen ihre Wirkung sein. Helfen Sie Ihrem Kind unterschwellige Botschaften, die es in der Werbung aufschnappt, zu verstehen, indem Sie ihm erklären, was hinter der Werbesprache steckt. Machen Sie klar, was die meisten Werbungen beabsichtigen:

  • informieren (neue Fakten oder Ideen);
  • unterhalten (einen zum Lachen bringen, Spannung aufbauen, eine Reaktion hervorrufen);
  • überzeugen (Verhalten beeinflussen, Überzeugungen oder die Denkweise ändern)

 

5 Wege zu einem klugen Umgang mit Werbung

1) Stellen Sie die Werbespots in Frage, wenn Sie mit Ihrem Kind fernsehen

Bringen Sie Ihre Skepsis zum Ausdruck, indem Sie folgende Fragen stellen: Was glaubst du, von wem diese Werbung gemacht worden ist? Was denkst du, ist die Botschaft? Was glaubst du, sagt uns der Werber nicht? Bist du der Meinung, dass du glauben kannst was du siehst? Fangen Sie mit offensichtlichen Zielen an - Spots, die zum Beispiel für fetthaltige Nahrungsmittel werben -, gehen Sie dann weiter zu subtileren Werbungen, wie zum Beispiel jenen, die einen coolen oder attraktiven Lebensstil anpreisen. Erklären Sie, dass Werbung oft zum Ziel hat, Menschen das Gefühl zu vermitteln, dass in ihrem Leben etwas fehlt.

2) Erklären Sie Ihrem Kind die Familieneinkäufe

Machen Sie Ihrem Kind klar, warum Sie bestimmte Artikel kaufen und andere nicht. Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass Sie Entscheidungen bewusst treffen. Machen Sie deutlich, dass das, was Sie einkaufen, Ihre Werte widerspiegelt.

3) Ermuntern Sie Ihr Kind dazu, sich zu fragen, was bei einer Werbebotschaft nicht erwähnt wird

Weisen Sie darauf hin, wenn eine Werbung unrealistisch ist oder sich Vorurteilen bedient: Was sagt uns das Unternehmen nicht? Kennst du jemanden, der so aussieht? Jemanden der so lebt?

4) Sensibilisieren Sie Ihr Kind für neue Werbemethoden im Internet

Viele Werbeelemente sind offensichtlich - zum Beispiel Werbebanner oder Websites, die vorwiegend Produkte darstellen. Andere Werbeelemente sind jedoch weniger eindeutig. Dazu gehören interaktive Bots, das sind Computerprogramme, die bspw. in Form von Webcrawlern auf der Arbeitsoberfläche des Computers auftauchen, um ein Produkt anzupreisen und ganze Seiten, die für ihre Kunden Kindermeinungsforschung betreiben. Weisen Sie Ihr Kind eindringlich darauf hin, im Internet niemals persönliche Daten preiszugeben. Machen Sie Ihrem Kind schliesslich bewusst, dass Dinge, die auf dem Bildschirm echt aussehen, im wirklichen Leben genau das Gegenteil sein können.

5) Lassen Sie Ihr Kind wissen, dass Sie gegen aggressive Werbung sind

Weisen Sie auf Werbeanzeigen hin, die an Orten angebracht sind, die Sie als unpassend erachten - vor allem solche Werbebotschaften, die Ihren Kindern in Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen begegnen.

Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren - sind in den letzten Jahren zu einem lukrativen Markt geworden. Wehren Sie sich gegen die immer aggressivere Werbung, die auf diese Altersgruppe abzielt, indem Sie Ihr Kind dazu ermutigen, selbständig zu denken.

Um Ihr Kind zu locken, erschaffen Werbemacher Anzeigen, die eher auf Emotionen abzielen, als auf kritisches Denken. Werbung ist nicht nur dazu gedacht Produkte, sondern auch Gefühle zu verkaufen. Werbemacher wollen in Ihrem Kind den Wunsch auslösen, klug und beliebt zu sein. Die Strategie liegt darin, Ihrem Kind die Angst zu vermitteln, ausgeschlossen zu sein und die Illusion zu schaffen, dass ihr Produkt dazu beiträgt, sich wieder gut zu fühlen.

 

Es liegt in Ihrer Hand zu beeinflussen, auf welche Weise Ihr Kind die Botschaften, die es vom Markt erhält, entschlüsselt. Helfen Sie ihm zu lernen, Werbung scharfsinnig zu analysieren und Selbstvertrauen zu entwickeln. Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren - sind in den letzten Jahren zu einem lukrativen Markt geworden. Wehren Sie sich gegen die immer aggressivere Werbung, die auf diese Altersgruppe abzielt, indem Sie Ihr Kind dazu ermutigen, selbständig zu denken.

6 Wege zu einem klugen Umgang mit Werbung

1) Gewöhnen Sie Ihrem Kind an, Werbung in Frage zu stellen

Stellen Sie während der Fernsehwerbung den Ton ab und lassen Sie Ihr Kind raten, was in der Werbung gesagt werden könnte. Oder lassen Sie Ihr Kind mit geschlossenen Augen zuhören und fordern Sie es auf zu raten, was gerade gezeigt wird.

2) Fordern Sie Ihr Kind auf zu fragen, was in einer Werbung fehlt

Weisen Sie darauf hin, wenn eine Werbung unrealistisch ist oder sich Vorurteilen bedient: Was sagt uns das Unternehmen nicht? Kennst du jemanden, der so aussieht oder so lebt?

3) Fordern Sie Ihr Kind dazu auf, über wirtschaftliche Interessen hinter der Werbung nachzudenken

Sehr viele Werbespots sind ansprechend und clever; man vergisst leicht, dass sie dazu dienen, Produkte zu verkaufen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, warum eine Werbung versucht, Kinder zu unterhalten und zu überzeugen.

4) Zeigen Sie Ihrem Kind, dass man mit Werbung experimentieren kann

Werbung zielt auf Emotionen ab. Ihr Kind kann dies am eigenen Leib erfahren, indem es an Wettbewerben, wie den New Mexico Media Literacy's Bad Ad teilnimmt, oder indem es bspw. auf der Don't Buy It-Website mitmacht. Zeigen Sie, welchen Einfluss Werbung darauf hat, wie eine Person sich fühlt, indem sie den Wunsch weckt, attraktiv zu sein, oder die Angst schürt uncool zu sein.

5) Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Einkäufe Ihre Familie macht und warum

Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, warum Sie bestimmte Artikel kaufen und andere nicht; erklären Sie ihm, dass Sie bewusste Entscheidungen treffen. Erklären Sie, dass Ihre Einkäufe häufig durch Ihre Werte bestimmt sind.

6) Sensibilisieren Sie Ihr Kind für Werbemethoden, vor allem für neue Arten im Internet

Manche Werbeelemente - wie Werbebanner oder Websites, die vorwiegend Produkte darstellen - sind vielleicht offensichtlich. Andere Elemente sind weniger leicht zu durchschauen. Dazu gehören interaktive Bots, das sind Computerprogramme, die bspw. in Form von Webcrawlern auf der Arbeitsoberfläche des Computers auftauchen, um ein Produkt anzupreisen und ganze Seiten, die Kinder- und Teenager-Meinungsforschung für ihre Kunden betreiben. Schärfen Sie Ihrem Kind ein, niemals persönliche Daten online preiszugeben.

Viele Werbeanzeigen - zum Beispiel Fernseh- und Radiowerbung - sind für Jugendliche und Erwachsene leicht zu erkennen. Andere sind schwerer zu entdecken. Jugendliche behaupten oft, dass sie sich von Werbung nicht beeinflussen lassen; in Wahrheit wissen sie nicht, warum sie denken, dass etwas cool oder begehrenswert ist.

 

Ein Grossteil der Werbung, die ein Jugendlicher zu sehen bekommt, will ihn dazu zu bringen, etwas haben zu wollen. Werbespots wollen die Aufmerksamkeit Ihres Kindes auf sich ziehen und in ihm ein bestimmtes Gefühl auslösen - sogar Angst oder Einschüchterung -, um ihn zum Handeln zu bringen. Als Eltern stehen Sie vor einer ähnlichen Herausforderung: Sie wollen ebenso, dass Ihr Kind etwas fühlt - in Ihrem Fall soll es sich selbstbewusst und informiert fühlen, und dass es durch selbständiges Denken handelt. So eindringlich Werbung auch ist, mit folgenden Schritten können Sie den Werbe-Einfluss, auf das Leben Ihres Kindes vermindern.

5 Wege zu einem klugen Umgang mit Werbung

1) Erinnern Sie Ihr Kind daran, dass Werbung gerade dadurch Erfolg hat, dass sie das Selbstbewusstsein untergräbt

Wenn Sie sehen, dass eine Werbung Angst schürt, unattraktiv zu sein oder uncool zu wirken, sprechen Sie das Thema an. Diskutieren Sie, auf welche Weise der Werber die Unsicherheit des Zuschauers ausnutzt. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Weise, wie Werbung versucht, eine Emotion oder einen Lebensstil zu verkaufen. Fragen Sie: «Woher kommt dein Wunsch ein bestimmtes Produkt (Kleidung, Schmuck oder ähnliches) haben zu wollen?» «Was bedeutet es für dich, es zu haben?» «Ist das Produkt an sich toll?» «Oder kommt die Anziehung von den Models und der Kulisse, durch die es präsentiert wurde?»

2) Ermuntern Sie Ihr Kind, Produkt-Placements zu entdecken

Medien und Werbung verbindend, nutzen Werber immer häufiger Videospiele, Fernsehsendungen und Filme, um Markenbewusstsein zu schaffen. Sie versuchen ihre Produkte mit dem neuesten Film, Videospiel, etc. zu verbinden. Wenn Sie entdecken, dass ein Videocharakter Markenware benutzt oder trägt, oder während eines Films oder einer Fernsehsendung ein Produkt rein zufällig in der Hand eines Charakters landet, sagen Sie Ihrem Kind, dass das kein Zufall war.

3) Machen Sie sich und Ihr Kind mit dem Konzept des «Coolhunting» vertraut

Um herauszufinden was cool und trendig ist, untergraben Unternehmen auch Webseiten anderer, wie zum Beispiel Reine Mädchensache!. Besuchen Sie «Merchants of Cool» von Frontline, um mehr über die trickreichen Methoden der Werber zu erfahren, Jugendliche zu erreichen.

4) Zeigen Sie Ihrem Kind, dass man auch gegen Werbung sein kann

Trotz der wachsenden Präsenz von Werbung arbeiten viele Menschen daran, Kommerzialisierung, vor allem im öffentlichen Raum, zu bekämpfen.

5) Ermuntern Sie Ihr Kind dazu, aktiv gegen Kommerzialisierung einzutreten

Viele von uns behaupten, gegen Werbung immun zu sein, aber nur wenige von uns sind wirklich frei davon. Ermuntern Sie Ihr Kind dazu, die Arbeit von Gruppen wie dem New Mexico Media Literacy Project, das vom alljährlichen BadAd Contest gesponsert wird, und Werbeblogkade, zu entdecken.

«Mit wem sprechen Ihre Kinder?»

In dieser Videoanimation erhalten Eltern acht Tipps zu den Bereichen Privatsphäre in sozialen Netzwerken, Online-Spiele, Gefahren im Web, Online-Freunde, Herausgabe von persönlichen Daten und Online-Kontakt zu fremden Menschen.

Weiterführende Links zum Thema Jugendmedienschutz:

MELANI
Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes informiert über Gefahren im Internet und bietet aktuelle Lageberichte:
> melani.admin.ch

 

KOBIK

Meldestelle für verdächtige Internetseiten:
> cybercrime.admin.ch

 

Übersichtseite für den Umgang von Kindern mit Neuen Medien:

> klicksafe.de


Hilfreiche Seite zur Unterstützung von Eltern in der Medienerziehung:

> elternet.ch


Informationen zur Medienbildung von der Pädagogischen Hochschule Zürich:

> medienbildung.ch


Stiftung Kinderschutz Schweiz:
> kinderschutz.ch